Unsere Beispielprojekte
Credit: Staff Working_PWC
Hilfe zur Selbsthilfe
Unabhängig von Hautfarbe, Herkunft, Geschlecht und Religion fördern wir jährlich rund 500 Projekte in Afrika, Asien und Lateinamerika. Unsere Arbeit basiert auf der Hilfe zur Selbsthilfe. Die Menschen vor Ort wissen selbst am besten, wie sie ihr Leben verbessern können. Mit unserer Unterstützung können sie beginnen, diese Pläne umzusetzen. Jedes Jahr nehmen wir eines unserer Projekt in den Blick und stellen es im Rahmen der Aktion vor.
Beispielprojekt 2026 - Tansania: Nahrung sichern und Frauen stärken
Beim Sternsingen sind wir mit Menschen solidarisch, die unsere Hilfe dringend benötigen. Rund 500 Hilfsprojekte werden mit den Spenden jährlich unterstützt. Solidarische Hilfe erfolgt zum Beispiel in Tansania.
In Tansania kämpfen viele Menschen täglich ums Überleben. Hunger, Wassermangel und Armut bestimmen den Alltag ganzer Familien. Die Böden sind ausgetrocknet, das Wissen über nachhaltige Anbaumethoden fehlt vielerorts. Die Klimakrise verschärft die Lage dramatisch: Dürreperioden, plötzliche Überschwemmungen und Schädlingsbefall machen die Landwirtschaft unberechenbar.
Vor allem Kinder leiden an Mangelernährung, diese bremst ihre körperliche und geistige Entwicklung. Viele müssen mit leerem Magen arbeiten, statt zu lernen. Bildung wird zum Luxus – ebenso wie medizinische Versorgung, die meist zu teuer oder zu weit entfernt ist.
Doch es gibt Hoffnung. Unsere Partnerorganisationen HLDD (Human Life Defense Department) und PWC (Pastoral Women's Council) ermöglichen durch gezielte Hilfe und gelebte Partnerschaft einen Weg aus der Krise. Mit gezielter Unterstützung verändern Menschen ihr Leben selbst. Durch nachhaltige Landwirtschaft, bessere Ernährung, Zugang zu Bildung und die Stärkung der Frauen entsteht eine bessere Zukunft.
Mit nachhaltiger Landwirtschaft den Hunger bekämpfen
Im Bezirk Biharamulo unterstützt HLDD Kleinbäuerinnen und -bauern bei der Umstellung auf klimaangepasste Landwirtschaft. Mit verbesserten Anbautechniken, gezielter Bewässerung und der Nutzung von Mulch und organischem Dünger werden die Erträge gesteigert.
Philemon und seine Frau sind ein Beispiel für diesen Wandel: „Früher hatten wir oft nur eine Mahlzeit am Tag. Jetzt haben wir genug zu essen, sondern sogar einen Überschuss, den wir verkaufen können.“ Der Anbau von Sonnenblumen und Bananen sichert das Einkommen und gibt der Familie neue Perspektiven (siehe Foto).
Gesunde Ernährung für Kinder – und ein besseres Lernumfeld
Gesunde Nahrung rettet Leben – vor allem bei Babys, Kleinkindern und Schwangeren. HLDD fördert deshalb die Zubereitung vollwertiger Mahlzeiten und hilft beim Aufbau von Gemüse- und Obstgärten. Für Schulkinder werden warme Mahlzeiten zubereitet – das steigert nicht nur die Konzentration, sondern auch die Chancen auf einen erfolgreichen Schulabschluss. Agnes und ihre Tochter Frola verdeutlichen, wie positiv diese Veränderungen wirken: „Unsere Mahlzeiten sind jetzt schmackhafter und gesünder. Ich koche gern – weil ich gerne esse“, sagt Frola (siehe Foto).
Frauen stärken – Familien stärken
Frauen und Mädchen haben es besonders schwer. In der patriarchalen Struktur des Massai-Volkes sind sie oft benachteiligt, haben wenig Mitspracherecht und kaum Zugang zu Bildung oder Geld. Manche leiden unter Kinderehen oder Genitalverstümmelung. Der Pastoral Women’s Council (PWC) arbeitet in der Region Arusha mit über 6.000 Massai-Frauen, um genau das zu ändern. In Frauenforen werden ihre Rechte gestärkt und gemeinsam gegen schädliche Traditionen vorgegangen.
Bildung als Schlüssel zur Zukunft
Bildung bedeutet Freiheit – doch zu viele Mädchen brechen die Schule ab, weil das Geld fehlt oder ihre Hilfe zu Hause gebraucht wird. PWC unterstützt Familien und motiviert Mädchen wie Ndoto, am Ball zu bleiben: „Meine Lieblingsfächer sind Kisuaheli und Englisch. Ich will Lehrerin werden und Kindern helfen.“ (siehe Foto).
Wirtschaftliche Unabhängigkeit durch Spargruppen
Ein weiterer Weg zur Selbstbestimmung sind Frauenspargruppen. Hier erhalten Frauen Mikrokredite für kleine Geschäftsideen – ob Schmuckherstellung, Verkaufsstände oder Viehzucht. So wird nicht nur das Familieneinkommen gesichert, sondern auch das Selbstbewusstsein gestärkt. Kanasa ist eine dieser starken Frauen: „Ich stelle jetzt Schmuck her und verkaufe ihn auf dem Markt. Unsere Kinder gehen zur Schule. Mein Mann und ich sind gleichberechtigt. Ich bin stolz.“ (siehe Foto)
Hintergrundinfos und Fotos zu den Projekten in Tansania: